Minderheitsbegehren

1. Worum geht es?

In den letzten vier Jahren hat ein Teil der Vorstandsarbeit im DMC eine Entwicklung genommen, die wir, unterstützt durch verschiedenste Mitglieder der Basis aus Sport und Zucht, so nicht mehr befürworten können. Die Schwelle des Ertragbaren ist erreicht, deshalb haben wir beschlossen uns dafür einzusetzen, dass sich Dinge ändern.

Wir haben einen demokratischen Weg gesucht, wie man der steigenden Unzufriedenheit unter den Mitgliedern, Leistungssportlern und Züchtern des DMC, denjenigen ein Gehör und eine Stimme verschaffen kann, die einen Gestaltungswillen haben, und, dass auch diejenigen Mitglieder, die einem Hobby, unserem Hobby nachgehen wollen, wahr- und ernst genommen werden. Ein demokratisches und für alle Seiten chancenreich im Vereinsrecht verankertes Werkzeug ist das Minderheitsbegehren, das bereits unsere Vereinsgründer in die Satzung aufgenommen haben (Satzung §5 Nr. 1). Das in die Wege geleitete Minderheitsbegehren ist ein Vorgang, das jedem Mitglied zusteht und wofür 20% der Mitglieder ihre Zustimmung geben müssen, damit es umgesetzt werden kann. Für den jetzigen Vorstand kann die Chance sein, mit einer deutlichen Mehrheit das bestehende zu besiegeln. Für uns, die eine Reform über das Minderheitsbegehren einleiten, die deutlich moderner, offener und transparenter die Entwicklung im DMC gestalten wollen, haben dadurch die Chance, eine Mehrheit zu gewinnen, um zeitgemäße Strukturen einzubringen und umzusetzen.

Wir haben begonnen, durch unsere bis jetzt in die Wege geleiteten und vielfach diskutierten Anliegen für den DMC u.a.

  • die Abschaffung des Delegiertensystems voranzutreiben, direkte Demokratie zu schaffen
  • eine Zukunft Konsequent mit Klarheit, Kompetenz, Konzepten und Perspektiven aufzuzeichnen
  • eine Begrenzung der Amtszeiten einzuführen, Nachwuchs auch für Ämter heranzuziehen
  • Bildung von Arbeitsgruppen Zucht, Sport, Weiterbildung etc.
  • und jedem aktiven und passiven Mitglieder, Sportler und Züchter des DMC die Möglichkeit zu geben, künftig aktiver an der Gestaltung des Vereins mitzuwirken
  • eine aktive, zukunftsorientierte Mehrheit zu gewinnen.

Warum das Delegiertensystem abschaffen?

Das Delegiertensystem wurde einige Jahre nach der Gründung, vor rund einem viertel Jahrhundert beim DMC eingeführt, um auf die schnell steigenden Mitgliederzahlen zu reagieren. Dies ist von großen Verbänden bekannt und eine komfortable Sache, für Verbände die 5 000 und mehr Mitglieder haben. An diese Zahlen kam der DMC aber nie, auch nur annähernd heran. Das System wurde immer wieder in Frage gestellt, weil sich die Stolperfallen mit Stimmen/Doppelstimmen usw. als wenig demokratisch entpuppte. Der amtierende Vorstand möchte an diesem System festhalten. Es hat also keinen Sinn, über ordentliche Anträge auf die Abschaffung des Delegiertensystems einzugehen, da dieser Antrag wiederum durch den Delegiertentag gefiltert würde. In den letzten drei Meetings wurde das träge System nochmals mit Fallbeispielen erklärt und erläutert, sodass sich Mitglieder an den vergangenen Zoomterminen bereits eigene Meinungen darüber bilden konnten. Auch das Argument, dass Mitglieder nicht zu bewegen sind, durch ganz Deutschland zu fahren, um an einer JHV teilzuhaben, ist mit der heutigen Technik obsolet.

Der DMC hat rund 1200 Mitglieder. Davon haben sich an den Zoommeetings, ohne dass uns eine Mitgliederliste zugestellt wurde, bereits 250 bis 300 Teilnehmer regelmäßig angemeldet und mitdiskutiert. Hierbei spielte es keine Rolle, welche Meinung und welcher Weg für den Einzelnen richtig erscheint. Denn nur die Vielfalt und das Einbringen von Ideen und Bedenken kann das Unternehmen stützen und voranbringen – gemeinsam voranbringen. Wir möchten auf keinen Fall eine Spaltung des DMC, dazu sind wir alle zu sehr dem DMC, der Rasse Malinois, der Leistungsorientierung und dem sportlichen Niveau verfallen. Wir sehen aber eben auch, wie wichtig es sein muss, an die Zukunft zu denken, diese heute beginnen zu gestalten, auf neue Impulse einzugehen und an längst vergangene Veranstaltungskonzepten innerhalb des DMC wieder anzuknüpfen, die der Zucht, der Qualität der Hunde, dem Sport Dynamik verleiht und die Verbundenheit zum Verein, das Image des Deutschen Malinois Club voranbringen. Wenn ihr in Gänze oder auch nur in Teilen mit uns arbeiten wollt, uns eure Stimme geben wollt, Ideen oder auch konstruktive Kritik, Fragen habt, teilt es uns mit über dmc.aktuell@gmail.com


2. Wer sind wir?

Mittlerweile unterstützen über 200 DMC Mitglieder bestehend aus Züchtern, inter-/national erfolgreichen Sportlern und vereinsinteressierten Mitgliedern mit ihrer Unterschrift gemeinschaftlich das Minderheitsbegehren und wünschen sich aktiv Veränderungen. u.a.:

  • Nina Helbing
  • Thomas Groß
  • Anne Eisemann
  • Maria Neutz
  • Simone König-Oster
  • Manuela Scherer
  • Maureen Wagener
  • Alexander Weis
  • Stephanie Marx
  • Melanie Karg
  • Freddy Hauck
  • Sue Chandraratne
  • Alexandra Burger
  • Sebastian Schäfer
  • Robert Döring
  • Theo Sporrer
  • Benjamin Klöck
  • Mathias Dögel
  • Tino Kaps
  • Sascha Maas
  • Yannick Kayser
  • Marcel Soblik
  • Vincent Helbing
  • Günther Hydra
  • Bernd Mazurrana
  • Silke Kelpen
  • Yves Bote-Nebel
  • Jens Beetz
  • Knut Fuchs

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